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Umsteigen muss jeder einmal. Nur wann? Auch ich habe mich bis zuletzt gedrückt vor dem Umstieg von Windows XP auf Windows Vista. Dabei war es das beste was ich machen konnte. Mein Upgrade Bericht vom Umstieg von XP auf Vista 64-bit. Mit welcher Hardware macht Vista Spaß? 32-bit oder 64-bit und warum überhaupt umsteigen?
Upgrade - Von Dual-Core auf Quad-Core
Es musste nun einfach sein, der perfekte Zeitpunkt war gekommen. Mein PC hatte mich schon eine ganze Zeit mit Performance Problemen geplagt, das Arbeiten wurde zur Qual. Zudem bereitete die monatliche Stromrechnung Bauchschmerzen. Ohne Last zog der alte PC, ein Intel D830 Dual-Core, 260 Watt aus der Steckdose, unter Volllast ganze 500 Watt! Vor einigen Tagen kam nun die neue Intel Quad Core Prozessor Generation auf den Markt, basierend auf 45nm Strukturbreite. Ich hatte das riesen Glück als einer der Ersten den Intel X3350 XEON Prozessor zu bekommen - ein Server Prozessor. Warum ein Server Prozessor? Alle warten aktuell auf die Desktop Version Intel Q9450, welche schon seit Monaten auf dem Markt sein soll. Das Warten auf diesen Prozessor wird wahrscheinlich noch lange kein Ende haben. Wenig bekannt ist, dass der XEON X3350 Prozessor baugleich mit dem Q9450 ist. Auch preislich ist er mit 280 € quasi identisch mit dem Q9450. Die Wahl fiel mir also leicht. Der X3350 feuert nun mein Vista 64-bit Betriebssystem an. Der Stromverbrauch liegt zwischen 150 bis 200 Watt. Und das bei 4 Kernen. Der Intel X3350 Prozessor ist also eine absolute Kaufempfehlung wert.
>> Bilder vom PC Umbau auf Quad-Core inklusive Wasserkühlung
Ungeliebtes Windows Vista
Schon seit Erscheinen der ersten Vista Beta Testversion habe ich mit Vista meine Erfahrungen gesammelt. Durch die Installation von Vista 64-bit auf meiner externen Festplatte konnte ich Vista bequem und ausführlich testen ohne meinem geliebten Windows XP in die Quere zu kommen. Jede neue Vista Testversion habe ich installiert und auf Hardware und Software Probleme abgeklopft. Richtige Begeisterung für Vista konnte sich bei mir aber nie einstellen. Die Bedienung blieb mir bis zuletzt fremd, die Performance war auch auf einem Intel D830 Dual-Core Rechner mit 4GB RAM wenig berauschend. So wünschte ich mir so lange wie möglich auf Windows XP zu bleiben. Schließlich lief XP absolut zuverlässig.
Neues Mainboard - neues Betriebssystem
Nun musste aber neue Hardware her. Der neue Prozessor benötigt einen neues Mainboard (X38 Chipsatz). Bekanntlich ist es nicht möglich das Mainboard zu wechseln und dann das bestehende Betriebssystem weiter zu nutzen. Es gibt meist große Probleme mit den Chipsatz Treibern. Ich konnte dies bei meinem jetzigen PC Upgrade testen. Nach dem PC Umbau fährt Windows XP zwar korrekt hoch und fragt nach allerhand Treibern. Doch nach der Installation der neuen Mainboard Treiber kommen allerhand kleine und große Probleme ans Tageslicht. Somit stimmt es tatsächlich: Chipsatzwechsel = Betriebssystem neu installieren. Wer also seinen PC aufrüsten will, sollte den Chipsatz des Alten mit dem des Neuen vergleichen. Nur wenn dieser identisch ist, kann man das alte Betriebssystem behalten.
Windows Vista oder Windows XP
Mein alter Rechner war ca. 2 Jahre alt. Somit musste auch ein neues Mainboard her. Ich stand, wie viele, vor der Entscheidung: Windows Vista oder XP ? Die Antwort war eigentlich leicht, aber die Entscheidung schwer zu treffen. Der offizielle Support von Windows XP läuft definitiv Mitte diesen Jahres aus. XP ist tot! Traurig aber wahr. Ich entschied mich also für Vista Business als 64-bit Version. Vista Business bietet für meine Anforderungen das optimale Preis / Leistungsverhältnis.
Windows Vista 32-bit oder 64-bit
Die nächste, viel wichtigere Frage war, ob ich Vista als 32-bit oder 64-bit Version installieren sollte. Aktuelle Prozessoren basieren auf 64-bit. So macht es natürlich Sinn ebenfalls ein 64-bit Betriebssystem zu nutzen. Nur: Was heißt 64-bit in der Praxis? Ich konnte in meinen vorausgegangenen Tests feststellen, dass Vista 64-bit gefühlt etwas schneller läuft. Grundsätzlich ist Vista 64-bit wahrscheinlich nur ca. 10% schneller als die 32-bit Version. Interessant wird es erst mit echte 64-bit Software. Diese sind aktuell noch rar. Dennoch wird 64-bit die Zukunft sein. Früh umsteigen kann nicht schaden. Viel wichtiger ist es, dass ein 32-bit Betriebssystem nicht mehr als 4 GB RAM erkennen und nutzen kann. Wer auf seinem Rechner Bildbearbeitung oder andere Ressourcen hungrige Applikationen nutzt, wird mit 4 GB RAM schnell an die Grenzen stoßen. Zudem sind die Preise für Arbeitsspeicher (RAM) aktuell mehr als im Keller. Ich habe deshalb 8 GB RAM gekauft (4x 2GB) . So günstig wird RAM bestimmt nicht mehr lange bleiben. Die 8GB RAM bedingen damit auch, dass ich Vista als 64-bit Version installiert habe. Die Performance des Rechners ist brachial - die 64-bit spielen dabei bestimmt eine gewisse Rolle.
Treiber für Windows Vista 64-bit
Der wohl größte Unterschied in Sachen 32-bit oder 64-bit sind die Geräte Treiber. Fälschlicher Weise wird häufig davon ausgegangen, dass auf einem Vista 64-bit Betriebssystem keine normalen 32-bit Softwares laufen. Das stimmt natürlich nicht. Auf meinem Vista 64-bit System laufen alle Programme, die auch schon auf Windows XP (32-bit) liefen. Der Unterschied besteht in den Gerätetreibern. Wer Windows Vista 64-bit einsetzt, benötigt damit auch 64-bit Gerätetreiber. Erfreulicherweise konnte ich für all meine Hardware echte 64-bit Treiber bekommen - und das ziemlich problemlos. Es gab einige wenige Ausnahmen, auf die ich aber noch zu sprechen komme. Somit: Keine Angst vor 64-bit! Wer jetzt Vista installieren möchte sollte unbedingt auf die 64-bit Version zurückgreifen.
Vista 64-bit installieren
Es war nicht das erste Mal, dass ich Vista installiert habe. Nur diesmal war alles anders. Der PC war fertig zusammengebaut und startklar. Ich legte die Vista 64-bit Installations-CD ein und startete den Rechner. Nach gerade einmal 17 Minuten war die Vista Installation komplett beendet! Phänomenal. Schon hier zeigt sich, dass Microsofts Vista Versprechen nicht komplett erlogen sind. Sie basieren nur auf sehr schneller Hardware, die nun langsam Marktstandard wird.
Pflicht - Das Vista Service Pack 1
Ideal war der Zeitpunkt zum PC Umbau auch deshalb, weil vor kurzem das erste Service Pack für Vista herausgekommen ist. Mit 700 MB (64-bit Version) relativ umfangreich aber eine große Arbeitserleichterung, da man alle Updates auf einen Rutsch ohne Windows Update installieren kann. Die Installation vom Service Pack 1 dauert gegenüber der Vista Installation sehr lang. Nach ca. einer Stunde und mehreren automatischen Neustarts ist die SP1 Installation beendet. Vista funktioniert bei mir nun problemlos. Ich kann keine gravierenden Probleme feststellen. Altbekannte Bugs (Kopiergeschwindigkeit) tauchen bei mir nicht mehr auf.
Probleme mit Vista 64-bit
Wenn man Probleme mit Vista bekommt, dann ganz bestimmt bei der Installation von alten Geräten. So wurden bei mir zwei ca. 2 Jahre alte USB Geräte nicht erkannt und nicht installiert. Die Installation von 64-bit Treibern aus inoffiziellen Quellen führten zu Blue Screens. Dieses Dilemma liegt einzig und allein bei den Herstellern, die sich weigern 64-bit Treiber zur Verfügung zu stellen. In dem Falle hat man einfach Pech gehabt. Alle anderen Geräte wurden aber auf Anhieb problemlos und korrekt erkannt und installiert.
Mein Fazit: Vista 64-bit macht Spaß
Kaum zu glauben aber wahr. Vista macht mir nun richtig Spaß! Hochfahren und runterfahren gehen in rasanter Geschwindigkeit. Programme öffnen extrem schnell, es gibt keine Wartezeiten. Alles ist sofort da. Eine gute Idee geht nicht mehr durch lästiges Warten verloren! Der PC Umbau und der Wechsel von XP auf Vista 64-bit waren für mich ein voller Erfolg. In gerade einmal 2 Tagen konnte ich diesen Umbau fertig stellen. Alle Softwares die ich auf Windows XP eingesetzt habe laufen auch auf Vista 64-bit. Die Installation aller Programme ging aufgrund der sehr schnellen Hardware ebenso schnell von der Hand. Noch nie konnte ich ein System so schnell, so problemlos aufsetzen.
Quad-Core Prozessor sinnvoll?
Auch damals waren die Kritiker lauter, als die Visionäre. Damals, vor 2 Jahren, sagten die meisten, dass niemand einen Dual-Core Prozessor brauchen würde. Aber schon bald waren meine beiden Prozessor Kerne intensiv ausgelastet und unter Dauerstress. Auch jetzt ist es das gleiche Bild. Zwar erreiche ich unter normalen Bedingungen mit dem Intel X3350 maximal 50% Prozessorauslastung auf allen 4 Kernen. Aber auch dies wird sich sicherlich schon bald ändern. Häufig wird das Argument gebracht, dass es noch kaum Software für Quad-Cores gibt. Das stimmt. Nur werden die 4 Kerne auch mit normalen Anwendungen gleichmäßig ausgelastet. Da ich eine G15 Tastatur mit LCD Screen einsetze, kann ich die Prozessorauslastung auf allen 4 Kernen sehr schön beobachten. Die CPU Last wird sehr gleichmäßig auf alle vier Kerne verteilt. Aber nur echte Quad-Core / Multicore Anwendungen wie DivX oder BOINC können alle vier Kerne voll auslasten und nutzen. Somit ist mein Fazit: Quad-Core macht auch jetzt schon Sinn für Anwender, die viele Programme parallel einsetzen oder Bildbearbeitung und Videoediting betreiben. Spieler dagegen profitieren aktuell noch nicht von der Quad-Core Technik.
Vista: Perfekter Zeitpunkt zum Umstieg
Aus meiner Sicht ist der jetzige Zeitpunkt wirklich perfekt für ein umfangreiches Hardware Upgrade kombiniert mit dem Umstieg auf Windows Vista 64-bit. Die Hardware Preise sind absolut bezahlbar - einen Quad-Core Prozessor bekommt man schon ab 160€. 8GB RAM kosten gerade einmal 160€. Zudem ist Windows Vista aus meinen Augen ausgereift. Wer direkt nach der Vista Installation das Service Pack 1 installiert, wird mit Sicherheit wenig bis keine Probleme mit Vista haben. Wichtig ist aber aktuelle Hardware. Sonst wird Vista einfach keinen Spaß machen.
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